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DA3 Wartburg(die neuesten Einträge sind immer unten aufgeführt!) BMW - DA 3 Typ Wartburg
Dieser Typ war der erste von BMW in Eisenach gebaute Sportwagen. Wenn man "Sportwagen" liest, denkt man sofort an großvolumige Automobile wie Bugatti, Mercedes SSK oder Bentley. Diese Fahrzeuge waren auch für betuchte Leute damals auch fast unerschwinglich. Bis 1929 gab es kaum kleine Sportwagen unter 1000 ccm Hubraum. Da gab es zwar z.B. den DKW P 15 mit 500 ccm oder auch den Austin Seven Ulster. Aber für ausländische Wagen war der Zoll zu hoch. Für BMW war es nur konsequent, den BMW DA 2 nach seinen sportlichen Erfolgen u.a. bei der Internationalen Alpenfahrt 1929 durch eine leistungsgesteigerte Sportversion zu ergänzen. Im Mai 1930 war es soweit: Anlässlich der Brandenburgischen Dauerprüfungsfahrt wurder der DA 3 "Wartburg" vorgestellt und mit Begeisterung aufgenommen. Der DA 3 sollte RM 3100,- kosten - das waren zwar rund 50 % über den Preis des DA 2 Zweisitzers - aber für einen "Sportwagen" immer noch günstig. Trotzdem verkaufte er sich gut und wurde 150 mal gebaut. Sicherlich wären es noch mehr geworden, wenn nicht 1932 die Austin Seven Lizenz ausgelaufen wäre und BMW mit eigenen Konstruktionen die AM - Typen mit kopfgesteuerten Motoren produzierte. Der Wartburg basiert in seiner Technik auf dem DA 2 mit einigen wenigen Unterschieden, abgesehen von der Spitzheckkarosse aus Aluminium. Der Wagen sollte sehr leicht sein, daher wurde Aluminiumblech für den gesamten Aufbau verwendet und auf Türen verzichtet. Das Spitzheck war damals sehr modisch und sollte den Luftwiderstand verringern. Die Kotflügel waren allerdings aus Stahlblech und wurden leicht modifiziert von der DA 1 Produktion übernommen, weil da noch Restbestände vorhanden waren. Die vernickelte Kühlermaske und der Wabenkühler wurden durch ein Steinschlaggitter geschützt. Viel Leistung hatte man damals nicht. Der Basismotor brachte eben nur 15 PS. Daher wurde der Motor "getunt" mit geringen Mehrkosten: 1. Verdichtungserhöhung durch die dünne Reinz-Kopfdichtung von 1:5,6 auf 1:7. 2. Kupferansaugrohr - das ergab einen größeren Innendurchmesser und glatte Wandungen. 3. Doppelseitiger Ausuffkrümmer - gleich bessere Verbrennungsableitung 4. modifizierte Vergaserbestückung (größerer Lufttrichter 26/18 und Hauptdüse "80")
aus Auto Motor Sport Diese vier motortechnischen Änderungen ergaben bei 3200 U/min rund 18 PS, also eine Steigerung von rund 20% zum herkömmlichen Motor. Dann wurde auch die lang übersetzte Hinterachse des DA 1 verwendet. Das Fahrgestell selbst blieb unverändert. Eine "Tieferlegung" erfolgte durch die nach unten gebogene Vorderachse und flache Blattfedern, sowohl vorn und hinten. Das allein brachte einen tieferen Schwerpunkt und für DIXI Faher ein völlig neues Fahrgefühl. Ebenso war durch das Tieferlegen ein anderer Lenkgetriebewinkel erforlderlich. Das Lenkrad lag auch 20 cm tiefer als beim DA 2. Die Höchstgeschwindigkeit wurde mit rund 105 Km/h angegeben, was wohl eine optimistische Angabe ist. Zusammen mit den knapp 400 kg Leergewicht und den 18 PS hatte BMW einen kleinen Sportwagen geschaffen, der die Fahrleistungen vieler weit stärkerer Automobile übertraf. Zeitgenossen und Journalisten beurteilten den Wagen überaus positiv. So heißt es bei Oskar Weller: Der BMW Wagen Wartburg ist ein Wagen für gute Fahrer. Schlechte Fahrer verdienen nicht den Besitz des Automobils! ..................und so soll es auch heute noch sein!!!! (übrigens, ich fahre einen DA 3). Zahlreiche Fahrer sind auf dem DA 3 bekannt geworden. Nur um einige zu nennen: G. Macher, E. von Delius, F.A. Schmidt, H. Wiedemann, K. Thiele, W. Bäumer und der m. E. bekannteste: Bobby (Robert) Kohlrausch. Hierüber demnächst etwas mehr unter Historie & Geschichte - DIXI im Rennsport. Bei der Erstellung dieser Angaben war mir behilflich mein Freund Bodo Aden, selbst jahrelanger DA 3 Fahrer aus Bayern. ..........................................................................................
Werbung aus der SBZ 1957
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![]() aus einer Zeitschrift von 1930
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Von dieser Postkarte habe ich noch einige Nachdrucke. Bei Interesse bitte melden! .................................................................................................................................
Aufmerksames Suchen lohnt! Bei eBay wurde dieses Foto angeboten unter dem Titel: Altes Auto. Natürlich habe ich sofort erkannt, daß es nur ein DA 3 sein kann, alle typischen Merkmale zu erkennen. Auffallend ist das Steinschlaggitter vor dem Grill und auch die grösseren Scheinwerfer. Eine Ballhupe ist auf dem Reserverad mit einem Riemen befestigt. Auf der Rückseite des Fotos war ein Stempel: Foto Wolf, C091, Bielsko. (Bielsko-Biala [b??lsk?'b?awa] (deutsch Bielitz-Biala; tschechisch Bílsko-Belá) ist eine kreisfreie Stadt in der Wojewodschaft Schlesien in Polen, etwa 60 km südlich von Kattowitz an der Bialka (Biala), die 1951 durch den Zusammenschluss der ostschlesischen Stadt Bielsko (Bielitz) und der kleinpolnischen Stadt Biala (Biala) entstand). Handschriftlich vermerkt war der Name Hardy Stosius. Hier half "google" weiter: Die Familie Stosius hatte in Bielsko eine Tuchfabrik und Hardy war wohl der Junior. Nach der Enteignung floh die Familie nach Österreich. Im September 2011 bekam ich eine email aus Österreich mit zwei interessanten Bildern:
Auf dem oberen Foto klar erkennbar die gebogene DA 3 Vorderachse und der typische Windschutzscheibenrahmen. Hier auszugsweise das nette Schreiben: Ich glaube, es war 1960, als mir ein Freunde sagte, er wisse einen Bauern, der in der Scheune ein altes Auto stehen hat und es verkaufen möchte.
Wir fuhren hin, der Bauer nahm die Kurbel, nachdem er mit der Pumpe am Armaturenbrett Benzin einsprizte, und nach ein paar Umdrehungen sprang er an.
Der Kaufpreis war damals 1000,-Schilling - umgerechnet ca. 130.-DM. Dabei war noch ein Reserve motor und viele andere Teile.
Ich fuhr mit dem Dixi fast 2 Jahre und er hat mich nie im Stich gelassen. Leider habe ich mit dem Verkauf alle Papier weitergegeben.
Das ist die Geschichte meines ersten Autos.
Mit feundlichen Grüßen,ein alter Dixifan,
Peter Rechfelden
und noch eine weitere email von Herrn Rechfelden:
Hallo,weill wir gerade dabei sind:
Das Lenkrad konnte man (oder mußte) aufklappen.
Der Auspufftopf konnte mit einem Seilzug vom Armaturenbrett aus hoch gekippt werden
Leistungssteigerung und großartigen sound! Herzlichen Dank nach Österreich! ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ So wird wird beim DA 3 eingestiegen: Erst die Jacke ausziehen, weil es doch zu eng wird und dann hineinschlüpfen. Interessant ist hier die geänderte Frontscheibe. Diese ist geteilt und nach vorn umklappbar. War keine Serienherstellung bei diesem Wartburg.
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